Vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach Energie und der Endlichkeit fossiler Energieträger wie Öl und Gas stellt sich die Frage, wie unter einer zunehmend volatilen Energieerzeugung zukünftige Energiesysteme gestaltet werden sollen. Eine sektorübergreifende Planung von Energienetzen (d. h. eine integrierte Berücksichtigung von Strom, Gas, Fernwärme und Mobilität) bietet die Möglichkeit, Synergien zwischen verschiedenen Energieträgern zu nutzen und hierdurch Energiesysteme kosteneffizienter und CO2-ärmer zu gestalten sowie die Stabilität der Netze auch zukünftig zu gewährleisten. Durch eine integrierte Planung steigt jedoch auch die Komplexität, da viele Einflussfaktoren mit ihren Wechselwirkungen, unterschiedliche Interessen von beteiligten Akteuren sowie Unsicherheiten im Planungsprozess berücksichtigt werden müssen. Am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Operations Research (MISOR, www.misor.org) werden in Kooperation mit Praxispartnern mathematische Entscheidungsmodelle und Optimierungsverfahren entwickelt, um bestehende Stromversorgungsnetze kostenoptimierend weiterzuentwickeln und sie für den sich ändernden Bedarf der Zukunft ausreichend zu dimensionieren; unsere Forschungsaktivitäten finden sich beispielsweise im Verbundprojekt FlexiEnergy (https://www.flexi-energy.de/) verortet. Die Analyse der entwickelten Optimierungsmodelle und -verfahren mit Hilfe umfangreicher, auf Realdaten basierender Experimente erfolgt auf den modern ausgestatteten Rechnern im soda.lab.